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Wappen von Walberberg
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 Bauliche Maßnahmen                                                                          

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Versetzen des “Blauen Steins”

 

Maßnahme:  

Versetzen des “Blauen Steins” im Zuge der Vervollständigung des Walberberger Natur-Kultur-Pfades.

Standort:  

Walburgisstraße, vor der Gerichtslinde in Walberberg

Ausführende:  

Friedrich Antoni Stuckrestaurierungen GmbH Denkmalpflege

 

Hauptstraße 119 , 53332 Bornheim

 

 

 

 

 

Steckbrief “Blauer Stein”
Höhe: 85 cm
Durchmesser oben: 40 cm
Durchmesser unten: 45 cm
Umfang oben: 125 cm
Umfang unten: 142 cm
Gewicht: 390 kg
Material: Balast - schwarzblau
Herkunft: Ennert bei Oberkassel

 

Am Freitag, dem 07. Mai 2010, war der große Tag. Heute soll der „Blaue Stein“ sein neues Domizil unter der Gerichtslinde erhalten.

Schon früh am Morgen hatte die Mannschaft um Friedrich Antoni den fast 400 Kilogramm schweren Basaltbrocken am Pfarrhaus auf einen Rollwagen gehievt und diesen mit vereinten Kräften auf der abschüssigen Strecke zur Linde abgebremst.

Bei der Linde angekommen wurde am auserkorenen Platz von Thomas Keuth und Benedikt Kalker ein Fundament errichtet und mit einem Flaschenzug, der schon beim Aufladen des Steines am Pfarrhaus gute Dienste geleistet hatte, der „Blaue Stein“ ausgerichtet und im Boden verankert.

Die Umsetzungsmaßnahme hat fast 4 Stunden gedauert und wurde nahezu durchgängig von Nieselregen bei 7° Celsius mit leichtem Wind begleitet. Eben schmuddeliges Aprilwetter Anfang Mai.

Nun stehen Sie zusammen, die beiden Sinnbilder für die Gerichtsbarkeit in Walberberg. Die Gerichtslinde, an der die Missetäter verurteilt und der „Blaue Stein“, an den die Delinquenten gestoßen wurden. Dies symbolisierte den Ausschluss aus der Dorfgemeinschaft und je nach Schwere der Tat wurden die Verurteilten aus dem Dorf verbannt oder gar am Galgen, der am nordöstlichen Rand der Gemarkung in unmittelbarer Nähe des „Blauen Steins“ in den Himmel ragte, hingerichtet

Somit hat der Förderkreis einen weiteren Schritt zur Vervollständigung des Natur-Kultur-Pfades unter- nommen, der nun durch den Grenzstein einen weiteren Höhepunkt aufweisen kann und endlich hat der „Blaue Stein“ einen adäquaten Platz in Walberberg erhalten.