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Kunstwerke im sakralen Raum
Die Kirchenglocken von Walberberg

Die Glocken des St. Walburga-Geläutes

Die

Petrus
Glocke

Die

Marien
Glocke

Die

Johannes
Glocke

Die

Walburga
Glocke

Die

Jodokus
Glocke

Die

Margarethen
Glocke

 

Geschichtliches

Wann es in Walberberg erstmals Glocken gegeben hat, ist nicht bekannt. Möglicherweise schon im 8./9. Jahrhundert, als die erste Saalkirche noch am späteren Standort der heutigen Pfarrkirche stand.

Urkundlich in Erscheinung tritt ein Glöckner in Walberberg erstmals im Jahre 1244. Dieser wurde vom Kloster, dem Pfarrer und der Gemeinde angestellt. Er hatte in allem dem Konvent und der Gemeinde zu dienen. Zu seinen vordringlichsten Aufgaben gehörte es, die Kirche zu verschließen, ihre Schätze zu bewachen und zur größeren Sicherheit nachts in der Kirche zu schlafen.

Greifbar werden Informationen über Glocken aber erst mit dem Jahr 1419. Aus diesem Jahr stammt die älteste bekannte Walberberger Glocke, die im Jahre 1876 aus unbekannten Gründen einen Riss im Glockenmantel aufwies und 1879 neu gegossen wurde. Diese Glocke stammt wahrscheinlich aus dem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster in Walberberg und hatte ihren Platz vermutlich im kleinen Dachreiter der Klosterkirche.

Die beiden nächsten Glockendaten sind von 1657 und 1745. In diesen Jahren wurden die Umbau- und Renovierungsmaßnahmen der Jesuiten am Kloster Walberberg mit dem Neuguss einer Glocke geehrt. Zumindest seit 1745 ist davon auszugehen, dass ein dreistimmiges Geläut in der Pfarrkirche zum Einsatz kam. Die wirre Zeit zwischen den Weltkriegen hatte für viele Glocken in Deutschland das Ende bedeutet. Es bleibt noch zu klären, weshalb die beiden alten Walberberger Glocken von 1657 und 1745 diese schlimme Zeit überstanden haben und als Doppelgeläut nach dem II. Weltkrieg in Walberberg dienten. Erst mit der Renovierung der Pfarrkirche in den 1980er Jahren änderte sich das und die Kirche konnte mit vier neuen Bronzeglocken, als einzige Kirche am Osthang des Vorgebirges, nun sechsstimmig die Gläubigen zur Messe rufen. Dieses Geläut, mit den sechs hier im Detail vorgestellten Glocken aus der Pfarrkirche St. Walburga, hat ein Gesamtgewicht von über 117 Zentnern (5.858 kg).

Die technischen und musikalischen Angaben auf den nachfolgenden Glockenseiten verdanken wir dem Kölner Glockensachverständigen i.R. Gerhard Hoffs. Die detaillierten Informationen über Inschriften und Dekore hat Achim Bursch bei seinem Turmbesuch am 01. Juni 2010 zusammengetragen. In dem Werk Glockenmusik im Dekanat Bornheim von Gerhard Hoffs und Achim Bursch wurden diese Daten veröffentlicht. Die Präsentation dieser Daten auf unserer Internetseite wird von beiden Herren begrüßt.