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Grabung 2009

Bei der Erweiterung der Grabungsfläche wurde aufgrund der geomagnetischen Prospektion eine bandkeramische Grube aus der Jungsteinzeit freigelegt. Sie enthielt Fragmente eines strichbandverzierten Gefäßes und einer dickwandigen Flasche und einen Malstein der Bandkeramik. Bereits 2000 und 2003 war die Grube bei Sondagen im Vorfeld der Randbebauung  am Klütschpfad angeschnitten worden.

Die auffällig dunkle Verfüllung der Grube beruht auf einer in der Jungsteinzeit üblichen Brandwirtschaft. Sie wird mit „Black Carbon“ bezeichnet.

Foto: K. Ludwig, Universität Bonn

 

Die größte Überraschung im Jahre 2009 war die Entdeckung eines spätrömischen Tuffsarkophags aus dem 4. Jahrhundert mit Skelettresten einer ca. 21 Jahre alten Frau. Neben zwei beigegebenen Glasgefäßen fanden sich Metallbeschläge und Nägel sowie Holzreste, die von einem Weidenholzkästchen stammen. Im Bereich des Kopfes lag eine Nadel, die vermutlich als Feststellnadel des Haarnetzes diente.

Der Sarkophag wurde zur Auswertung ins Depot des LVR-Museums nach Bonn gebracht. Über die aufregende Bergung und den Transport des Sarkophags s. den nebenstehenden Bericht! Der Sarkophagfund von Walberberg

 

Foto: J. Tück, FHW

Sarkophag-Fund 2009

Ein zweites Grab mit dem Skelett eines Mannes fand sich 3 m südlich des Sarkophags . Im Bauchbereich lag eine gläserne Schale desselben Typs, wie sie 2006 in einem der Kindergräber in entsprechender Lage gefunden wurde. Mit dieser im Kölner Raum verbreiteten spätantiken Grabsitte sollten die Verstorbenen auch nach ihrem Tod mit geselligen Trinksitten eingebunden bleiben.

Weitere Funde der Grabung 2009 waren Keramikscherben aus der Merowinger- (5.-7. Jahrhundert)  und der Karolingerzeit (8.- 9. Jahrhundert) im Umfeld zweier unvollendeter Töpferöfen.

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