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Wappen von Walberberg
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Grabungen 2010 und 2011

Der bedeutendste Fund 2010 war die Freilegung eines  Urnengrabes   Es handelte sich bei der Bestatteten um eine 35-45 jährige Frau. Das Grab wird in die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. datiert und ist damit das bisher älteste  Grab auf dem dortigen Gräberfeld, das zu dem nahe gelegenen römischen Landgut gehörte.

Der römischen Sitte gemäß war die Leiche auf einem Scheiterhaufen verbrannt worden.  Die Überreste  wurden den in einer Urne aus schwarzer Keramik (terra nigra) beigesetzt. Als Abdeckung diente eine umgestülpte Reibschale. Neben der Urne lag ein Becher mit einer Verzierung (Barbotine-Dekor), die langstielige Pflanzen zeigt.

In dem Brandschutt des Scheiterhaufens fanden sich Tonscherben, die sich zu einem Krug und zu einem weiteren Becher zusammensetzen ließen. Außerdem eine Fibel mit leicht geschweiftem Nadelhalter sowie eine Zwinge, die vermutlich zu einem nicht mehr erhaltenen Kästchen gehörte.

Urnenbestattung in situ (Fotos: M. Thuns, LVR-ABR).

Gefäße und Tonscherben aus dem Urnengrab

Östlich der 2006 gefundenen Kindergräber wurden  vier weitere spätrömische Kindergräber  in gleicher Ausrichtung gefunden, die jedoch keine Beigaben enthielten. Zwei weitere beigabenlose Bestattungen von  Erwachsenen fanden sich  weiter westlich.

Auch 2010/11 wurden  Schwarzerdegruben aus der Jungsteinzeit mit bandkeramischen Scherben (Kochsteine und ein Reibstein) im nordwestlichen Teil gefunden. Bei einer Grube handelte es sich um eine längliche Schlitzgrube, die regelhaft bei  bandkeramischen Siedlungen auftritt.

Den Gesamtbericht über die Grabungen in Walberberg zwischen 2006 und 2011 vom Institut für Vor- und Frühgeschichte der Universität Bonn finden Sie hier... !

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