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Wappen von Walberberg
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Personen und Persönlichkeiten

Nicht nur die Gebäude in Walberberg verbinden wir mit Geschichte und Geschichten, sondern auch die Personen, die hier geboren wurden und/oder leben bzw. lebten.

Einigen von diesen möchten wir hier ein wenig Raum schenken und auf sie und ihre Aktivitäten hinweisen bzw. an ihr Schaffen erinnern.

Sollten Sie auch eine Persönlichkeit kennen, die hier Erwährnung finden sollte, so teilen Sie uns das doch bitte mit. Gerne mit einigen Worten zur Person und einem schönen Bild.

Fortsetzung folgt ...

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Jakob Düffel (* 03.12.1880 in Walberberg /† 06.11.1959 in Brühl)

Er beendete seine schulische Laufbahn mit dem Abitur am Gymnasium in Münstereifel (heute: Bad Münstereifel), studierte in Bonn und Münster.
Dann unterrichtete er selbst als Gymnasiallehrer am Niederrhein in Rees und Wesel und von 1908 an war er als Studienrat in Emmerich tätig.
Im Oktober 1944 trat er nach drei Jahrzehnten des pädagogischen Schaffens in den wohl verdienten Ruhestand. Im gleichen Monat sorgte ein Bombardement auf Emmerich dafür, dass er sein Heim verlor und es ihn wieder an seinen Geburtsort Walberberg zurückführte.

Die Geschichte seiner Heimat hatte ihn schon immer begeistert. Er durchforstete die wenig benutzten Quellen zur rheinischen Geschichte in den Stadtarchiven seines Umfeldes und des Düsseldorfer Staatsarchivs und veröffentlichte seine Ergebnisse u.a. in der Heimatbeilage der Bonner Rundschau, dem Jahrbuch des Kölner Geschichtsvereins oder den Rheinischen Vierteljahrsblättern. Mit dem Heimatbuch des Kreises Rees setzte er sich am Niederrhein ein literarisches Denkmal im Bereich Heimatliteratur. Während seiner Tätigkeit in Emmerich berief das Rheinische Landesmuseum Jakob Düffel sogar zum Vertrauensmann.

Viele Bodenfunde aus der Vorzeit, der römischen und fränkischen Epoche wurden dank seiner Mühen geborgen und wissenschaftlich ausgewertet. Besonders hervorzuheben war sein Einsatz bei den Ausgrabungen der fränkischen Töpferöfen in Walberberg, auf die man bei den Ausschachtungsarbeiten zur Vergrößerung des Dominikanerklosters 1952/1953 gestoßen war.

Jakob Düffel zählte sicherlich zu den herausragenden Heimatkundlern des Rheinlandes und gehörte zu den profundesten Kennern der Walberberger Vergangenheit. Wir profitieren noch heute, 55 Jahre nach seinem Tode, von seinen akribischen Arbeiten und fachkundigen Entdeckungen.

Zu seinen Ehren wurde in Walberberg eine Straße nach ihm benannt. Ursprünglich hieß die dortige Flur „Im Kaiser”.

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