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IMPRESSUM
Wappen von Walberberg
butt

Walberberg 2012
Bild- und GruppenInfos zum Historischen Festumzug

Banner - 1050JahrFeier - PP2007BV3

Von Berge nach Walberberg

Daten zum Festumzug
Aufstellung: 13:30 bis 14:30 Uhr
Start / Ende ca.: 14:30 Uhr / ca. 16:30 Uhr

angemeldete Teilnehmer: 862
Bilder: 27
Musikgruppen: 5

Landrat Frithjof Kühn, als Schirmherr der 1050-Jahr-Feier, Bürgermeister Wolfgang Henseler und unser Ortsvorsteher Engelbert Wirtz wünschen allen Teilnehmern und Gästen unvergessliche Stunden.

ZUGFOLGE

DSCF3915Eröffnung
Percussion-Gruppe
Sambastico Bornheim
Leiter: Roswitha Petry-Lehn


 

 

 

 

Tafel - Festumzug - 00webBild 0
Eröffnungsbild
Walberberg setzt ein Zeichen

Trotz seiner reichen Geschichte hat Walberberg bisher kein eigenes Ortswappen. Die 1050-Jahr-Feier könnte dazu genutzt werden, unserem Ort ein Zeichen zu geben. Dieser Vorschlag zeigt auf der linken Seite den goldenen Adler auf rotem Grund Wappen derer von Saffenberg und auf der rechten Seite das kurkölnische Kreuz in schwarz auf silbernen Grund. Im goldenen Herzschild vor grünem Berg, die hl. Walburga als Namensgeberin. Weitere Vorschläge sind erwünscht, damit unser geschichtsträchtiger Ort bald auch ein eigenes Wappen hat.

Bild1Bild 1
Erstbesiedlung in der Steinzeit
von rd. 5500 Jahren
ca. 3.500 v. Chr.
dpsg Deutsche Pfadfinder Sankt Georg - Stamm St. Walburga

Auch wenn wir nicht wissen, wer genau diese Menschen waren, so hinterließen sie doch zahlreiche Gebrauchsgegenstände, die von der frühen Besiedlung unserer näheren Umgebung zeugen. Schon in der Jungsteinzeit (3500-2000v.Chr.) wurde der Mensch in unserer Gegend sesshaft. Steinbeile und bandkeramische Scherben belegen diese frühe Besiedlung Walberbergs. Auf den Schildern sehen sie einige dieser Fundstücke aus der Zeit der Erstbesiedlung, die im Walberberg Heimatmuseum zu bestaunen sind.

DSCF3916_ausschnittBild 2
Die Römer siedeln auf
Walberberger Boden
1. bis 4. Jh. n. Chr.
FLAVII e.V. (Details finden Sie hier ...Weiter zu  Internetseite von FLAVII..)

Bau der römischen Wasserleitung vom „Grünen Pütz“ bei Nettersheim nach Köln. Auf dieser 95,4 km langen Strecke durchzieht der Römerkanal Walberberg über eine Länge von rd. 2 km. Der Kontrollweg des Römerkanals wurde zur Hauptstraße Walberbergs, der Rennsjaß. Neuesten Funden nach hatten sich zu dieser Zeit bereits Römer hier niedergelassen. Bisher sind mindestens vier römische Landsitze, die sog. „villa rustica“, in Walberberg bekannt.

Die Gruppe Flavii beschäftigt sich mit der möglichst genauen Darstellung römischer-provinzialer Lebenswelten aus Zivil- und Militärleben. Als Wissensvermittler und um die römische Geschichte „hautnah“ zu erleben. Der Verein hat seinen lokalen Schwerpunkt im Raum Köln-Bonn-Solingen und Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet.

Bild3Bild 3
Die Franken entdecken
das Walberberger Land
5. bis 9. Jh. n. Chr.
nahkauf Walberberg

Der Einbruch des als Franken bezeichneten Stammesbundes rechtsrheinisch beheimateter Völkerschaften um die Wende des vierten und in der ersten Hälfte des fünften Jahrhunderts beendete die Vorherrschaft der Römer in unserem Gebiet. Die Franken übernahmen aufgegebene Höfe und siedelten wohl friedlich mit den in der Region verbliebenen Römern.

 

Bild5Bild 4
Musikschule Bornheim
Leitung: Mary Schirilla und Ruth Metzner

 

 

 

 

 

Bild4Bild 5
Das Töpferhandwerk in Walberberg
7. bis 14. Jh. n. Chr.
Töpfergruppe um Rosemarie Rielke

Schon für das 7. Jahrhundert ist in Walberberg ein reges Töpfereigewerbe nachgewiesen, dessen Anfänge wohl bis in die Römerzeit zurückreichen. Die Töpfer wohnten schwerpunktmäßig in der Eulerhütte, an der Rheindorfer Burg, westlich der Oberstraße („am Pannebäcker") sowie an Limburgergasse (frühere Bezeichnung: „Ielepützjass"), Buschgasse und Flammgasse. Die hergestellte Ware fand in der ganzen Region und weit darüber hinaus bis nach Skandinavien ihre Abnehmer, bis die Konkurrenten aus dem Pingsdorfer und später Frechener sowie Siegburger Gebiet bessere Produkte erzeugten und die Töpferei in Walberberg zurückdrängten.

Bild6Bild 6
Die Ersterwähnung Walberbergs
25. Dezember 962
Hans Grugel für den Förderkreis Historisches Walberberg eV
Er verkörpert den Erzbischof Bruno I. von Sachsen, dem Aussteller der Ersterwähnungsurkunde.

Im Jahre 962 hatte der Kölner Erzbischofs Bruno in einer Urkunde u.a. zwei Hufen in »Berge« an das Stift der heiligen Caecilia in Köln vermacht. Dies ist die bisher älteste bekannte urkundliche Erwähnung Walberbergs.

Bild7Bild 7
Die Gräfin Alveradis mit Gefolge
11. Jahrhundert
Margret Grugel und Ingeborg Krämer für den Förderkreis Historisches Walberberg eV

Über die Gräfin Alveradis ist leider nur wenig bekannt. Zwischen 1079 und 1089 soll sie die Kirche zu Walberberg zu ihrer Grabkirche bestimmt haben, wo sie bereits ihren Vater und ihren Sohn hatte beisetzen lassen. Rund 80 Jahre später wird hier aufgrund der Schenkung der Gräfin ein Klerikerkonvent eingerichtet.


Bild8Bild 8
Berech und die hl. Walburga
um 1060 bis heute
Kath. Pfarrgemeinde St. Walburga

Mit Übertragung der Reliquien der heiligen Walburga durch den Kölner Erzbischof Anno II. um 1060 nach Berge oder „Berech“, wie die Walberberger ihren Ort noch heute nennen, entwickelt sich das kleine Vorgebirgsdorf zum Wallfahrtsort. Daraufhin wandelt sich auch der Ortsname von berge über „Berg der hl. Walburga“ bis zum heutigen Walberberg.

 

Bild8aDie Silberbüste der hl. Walburga begleiten Messdiener der Pfarrei St. Walburga.
Pfarrer Matthias Genster trägt in dieser Gruppe ein Priestergewand aus der Zeit Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts.

 

 


 

Bild8bDie Trägergilde “Harmonie Sint Walburga” aus Amby (NL).

 

 

 

 


 

Bild9Bild 9
Die Zisterzienserinnen im
Kloster Walberberg
1197 bis 1447
Kirchenchor St. Cäcilia an St. Walburga

Erzbischof Adolf von Altena löste den Walberberger Mönchskonvent auf und führte dort gleichzeitig Zisterziensernonnen aus Hoven bei Zülpich in Walberberg ein. In der Gründungsurkunde taucht erstmalig die deutsche Bezeichnung „Walburgisberge“ auf.
Die selige Margarete war die erste Äbtissin des Walberberger Zisterzienserinnenklosters, die vermutlich über 27 Jahre, bis zu ihrem Tode, das Kloster leitete.
Heinrich von Berge, der wohl berühmteste Sohn Walberbergs, wird nach dem Tode von Gevard von Heisterbach zum Abt von Heisterbach.

Bild10Bild 10
Musikkapelle
Harmonie Sint Walburga aus Amby (NL)

Aus der Partnergemeinde Amby bei Maastricht in den Niederlanden reiste auch das sechzigköpfige Orchester, das „Muziekkorps Harmonie Sint Walburga“ an, das heute Mittag an der Kirche bereits zu einem Platzkonzert eingeladen hatte und jetzt anlässlich des Ortsjubiläums die kirchlichen Gruppen der Pfarrgemeinde St. Walburga im historischen Festumzug begleitet. Walberberg fühlt sich geehrt und wir schicken einen herzlichen Gruß in die Niederlande.

Bild11Bild 11
Die Rheindorfer Burg im Mittelalter
12. bis 15. Jahrhundert
Kath. Kindertagesstätte St. Walburga

Der älteste Teil der Rheindorfer Burg, der Sockel des Turms, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Lange Zeit residierten hier die Verwalter der Grafen von Saffenberg, dem auch die Burg am Hexenturm gehörte. 1683 wurde die Burg samt Ländereien an die Jesuiten verkauft. Um die Burg ranken sich viele Mythen und Sagen. So soll hier einst ein Werwolf gefangen gehalten worden sein und in stürmischen Nächten Geister durch den Himmel reiten.

Bild12Bild 12
Die Pest
Der „scharze“ Tod in Walberberg
1665 bis 1669
Freundeskreis um Peter und Rosemarie Nonn

Ein schauriges Bild, aber leider auch in Walberberg bittere Realität. Laut Aufzeichnungen trat in den Jahren 1665 bis 1669 die Pest auch in Walberberg auf und forderte unzählige Opfer.
Im Sommer 1665 kam die Pest zuletzt von Holland her rheinaufwärts ins Köln-Bonner-Land und wütete bis 1668/69 auch in Walberberg. Die Pest verschonte kein Haus, kein Gehöft und keine Burg. Die Sterbeglocke am Kirchturm soll fast jeden Tag erklungen sein. 1703 berichtete Pastor Wilhelm Heinians, dass unser Dorf nach den Pestausbrüchen nur noch 400 Einwohner hatte. Somit raffte die Pest seinerzeit fast jeden 3. Einwohner dahin.
Mit diesem Bild von Pestopfern und Pestarzt zeigt der Freundeskreis um Rosemarie und Peter Nonn die Schrecken der damaligen Zeit auf.

Bild13Bild 13
Musikkapelle
Rotbach-Krainer aus Erftstadt
Leitung: Michael Krebs

 

 

 


 

Bild14Bild 14
Die erste „öffentliche“ Schule
in Walberberg
1689 bis heute
Kinder der Thomas-von-Quentel-Schule mit ihren Eltern und Lehrern

Die Anfänge der Schule in Walberberg gehen auf Thomas von Quentel zurück. Der Kanonikus erwarb 1682 die Kitzburg in Walberberg von den Erben des Franz Egon von Fürstenberg, Fürstbischof von Straßburg.

Bild14a1689 stiftete er ein Haus, 700 Reichstalern und diverse Naturalrenten. Der empfangende Priester war verpflichtet, neben kirchlichen Verpflichtungen auch Schule zu halten. Der Unterricht war für arme Kinder frei, während besser gestellte eine angemessene Vergütung zahlen mussten.

Die Kinder der Thomas-von-Quentel-Schule stellen mit ihren Eltern und Lehrern drei geschichtliche Abschnitte aus der langen Schulgeschichte Walberbergs.
Die erste Gruppe stellt das aktuelle Bild der Schülerschaft dar.
Bild14bDie zweite Gruppe trägt Kleidung aus der Zeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die dritte Gruppe verkörpert die Zeit um die Gründung der ersten „öffentlichen“ Schule in Walberberg, ca. 17. / Anfang 18. Jahrhundert.

 

 


 

Bild15Bild 15
Walberberg und das Rokoko
1730 bis 1775
SSV Spiel- und Sportverein Walberberg 1930 e.V. / Gymnastik

Hier treffen zwei Welten aufeinander. Hier das arbeitsreiche, harte Landleben und wenige Kilometer entfernt das höfische Treiben in Brühl. Das Rokoko brachte eine Verfeinerung des gesamten höfischen Lebens mit sich und so wagte sicherlich die eine oder andere Walberbergerin einen Blick auf die Gepflogenheiten am Hofe und die Kleidung der Adeligen.

Die Abteilung Gymnastik im SSV besteht seit 30 Jahren und nimmt regelmäßig beim Karneval und an Festumzügen im Ort teil. Sie gestatten uns einen Blick über den Landwehrgraben auf die Brühler Mode aus dem Rokoko. Die Leiterin der Abteilung Gymnastik ist Maria Kamps.

Bild16Bild 16
Die Fußpilger nach Kevelaer
Mitte des 18. Jh. bis heute
Kevelaerbruderschaft Walberberg

Die ältesten Zeugnisse über Gruppierungen in Walberberg stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sämtliche Vereinigungen waren damals kirchenbezogen und verfolgten religiöse Zwecke, wie bsw. die Marienbruderschaft von 1646, die Bruderschaft von der Todesangst Jesu von 1695 oder die Walburgis-Bruderschaft von 1772.
Eine dieser Traditionsbruderschaften in Walberberger ist die Kevelaer-Bruderschaft. Seit 1769 wird die Kevelaer-Wallfahrt jedes Jahr durchgeführt und so wird Anfang September die 243. Kevelaer-Fußwallfahrt von Walberberg aus in den Marienwallfahrtsort am linken unteren Niederrhein begangen.
Das Themenbild vermittelt einen Eindruck von der Jubiläumsprozession aus dem Jahr 1894. Das mitgeführte rote Schild mit dem Hinweis auf das 125jahrige Jubiläum hängt - im Original um einiges kleiner - in der Kerzenkapelle in Kevelaer.

Bild17Bild 17
Der Weinanbau in Walberberg
von den Römern bis 1850
Mitarbeiter und Helfer der Kleiderstube Walberberg

Der Weinanbau in Walberberg hatte bis 1850 eine große Bedeutung. Wahrscheinlich wurden die ersten Reben von den hier ansässigen römischen Landgutbesitzern angepflanzt. Die erste urkundliche Erwähnung eines Weinberges in Walberberg ist aus dem Jahre 1118. Neben alten Flurbezeichnungen sind nur noch die Limburg und ein Tonfässchen von 1731, das nun im Heimatmuseum zu besichtigen ist, Hinweise auf die Jahrhunderte währende Weinbautradition in Walberberg.

Die Damen der Kleiderstube der kath. Kirchengemeinde Walberberg mit den Initiatorinnen Hannelore Feith und Roswitha Schlösser sowie mit Freunden der Gruppe. Die Kleiderstube besteht in diesem Jahr bereits seit 30 Jahren und unterstützt mit ihren Spenden soziale Einrichtungen. Die tollen Requisiten für dieses Weinbau-Bild wurden freundlicherweise von der Weinhandlung Antwerpen aus Hersel für unseren Festumzug zur Verfügung gestellt.

Bild18Bild 18
Walberberg und der Hexenturm
1858
Nachbarschaft „Krekelshött“

Der Hexenturm war in Walberberg lange Zeit ein Stein des Anstoßes. Das ging soweit, dass Pfarrer Adolph Löhr den Turm zum Abriss kaufte. Er wollte mit den Steinen die Kirchhofsmauer erneuern. Zum Glück erfuhr der damalige Landrat Carl von Sandt davon und veranlasste, dass der preußische König Friedlich Wilhelm IV. unseren Turm kaufte und somit vor dem sicheren Abriss bewahrte.

Die Nachbarschaft „Krekelshött“ hat dieses fast 4 Meter hohe Modell des Hexenturmes geschaffen. Außerdem tragen in der Gruppe zwei Damen die Original-Ausgehkleidung Ihrer Ururgroßmütter, wie sie auch schon zur Mitte des vorletzten Jahrhunderts getragen wurden.
Die Bezeichnung „Krekelshött“ setzt sich übrigens aus zwei historischen Wortteilen zusammen. Zum einen aus „Hött“, wie man früher eine Hüte- bzw. Wehrgemeinschaft nannte und zum anderen aus dem Namen für den ehemaligen Hof Krawinkel bzw. „Krekel“ - wie er im Volksmund hieß -, der rund 200 m östlich der Kitzburg lag.
Heute besteht die Nachbarschaft aus den Bewohnern der Häuser Anfang Walberberger Str./ Anfang Franz-von-Kempis-Weg/Anfang Hauptstr. Dieser Nachbarschaft haben sich aber auch (bereits seit ein paar Jahren) Familien aus den Neubaugebieten "An der Bonnstr." und "Klütschpfad" angeschlossen.

Bild 18a
Bild18aWalberberg und Preußen
in der Kaiserzeit

1871-1918
Dr. h.c. Hans Josef Rothkamp und Gattin aus Hürth

Die Kaiserzeit bricht an und die preußische Autorität wird vielerorts durch den Dorfgendarm mit Uniform und Pickelhaube repräsentiert. So auch in Walberberg.


 

Bild19Bild 19
140 Jahre Kyffhäuser-Kameradschaft
1872 bis heute
Kyffhäuserkameradschaft Walberberg 1872 e.V.

Die Kyffhäuser-Kameradschaft Walberberg wurde im Jahr 1872 gegründet und begeht in diesem Jahr somit ihren 140. Gründungstag. Ihre Grundsätze zur Gründung waren die Pflege der Kameradschaft in guten und in schlechten Zeiten sowie der Vorsatz, das kulturelle Geschehen in der Dorfgemeinschaft zu fördern.

Bild20Bild 20
Tambourcorps
„Rheinperle“ Sechtem 1923 e.V.
Leitung: Wolfgang Hinsen

 

 

 


 

Bild21Bild 21
Junggesellenverein „Freundschaftsbund“
1898 bis heute
Junggesellenverein „Freundschaftsbund“ 1898 Walberberg e.V.

In Walberberg gab es insgesamt vier Junggesellenvereine, die in der Zeit zwischen 1898 und 1919 gegründet wurden. Nach dem II. Weltkrieg war diese Tradition zum Erliegen gekommen, die Anfang der 1990er Jahre – nach gut 40 Jahren - von dem Junggesellenverein „Freundschaft“ wieder aufgenommen wurde. Seit dem hat Walberberg wieder ein Maipaar. Im Festjahr 2012 regieren das Maipaar Tobias Schönenberg und Katharina Guttentag.

Bild22Bild 22
110 Jahre Walberberger Feuerwehr
1902
Freiwillige Feuerwehr Bornheim - Löschgruppe Walberberg

In zeitgenössischen Paradeuniformen präsentiert sich hier die Walberberger Feuerwehr, um auf die Anfänge ihrer Geschichte hinzuweisen. Das Bild wird durch eine originale und immer noch funktionstüchtige handgezogene "Feuerwehrpumpe" aus dem Jahr 1890 abgerundet.

Bild22aEinen Sprung in die frühen 1970 Jahre vollzieht die Jugendfeuerwehr in historischen "Drillichen" aus dieser Zeit.
Aber auch die moderne Feuerwehr ist vertreten durch die Jugendfeuerwehr und einige aktive Kameraden in aktuellen Uniformen.

Die historischen Uniformen und die Pumpe sind Leihgaben der Freiwilligen Feuerwehr Obergartzem (Mechernich). Wir möchten an dieser Stelle dem Löschgruppenführer der FF Obergartzem Herrn Konrad Hamacher herzlich danken, der das Festumzugs-Vorhaben sofort unterstütze.

Und am Rande bemerkt:
Welche Feuerwehr kann schon von sich sagen, dass sie sogar in einem Lied besungen wurde. Niemand geringeres als das Kölner Quartett „De 4 Botze“ (bekanntestes Lied: „En d'r Kayjaß Nummere Null“ haben unserer Feuerwehr, die in diesem Jahr den 110. Gründungstag feiern kann, mit dem Stück „Die Walberberger Feuerwehr“ ein Denkmal gesetzt. Und auch die Walberberger wissen, was sie an ihrer Wehr haben. Beim Feuerwehrfest am 05. bis 07. Oktober sind wir dann sicher alle wieder dabei!

Bild23Bild 23
Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft
1910 bis heute
Sankt Sebastianus-Schützenbruderschaft Walberberg 1910 e.V.

Es war einmal … eine Jahresversammlung des damaligen Kriegervereins im Jahr 1910. Sie war eine stürmische Angelegenheit. Angesehene Mitglieder des Vereins waren mit den Bemühungen desselben nicht einverstanden. Sie gründeten vor 102 Jahren eine Schützengesellschaft, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Walberberg.

Bild24Bild 24
Die Dominikaner in Walberberg
1924 bis 2007
Freundeskreis um Hilde Breuer

1924 erwarben die Dominikaner die stark verfallene Rheindorfer Burg. Hier sollte das Studienhaus der deutschen Dominikaner entstehen. Acht Jahre nach Errichtung des Konventes konnte endlich im Jahre 1934 das „studium generale" eröffnet werden. Über 80 Jahre waren die Dominikaner in Walberberg präsent, bis das Haus Ende 2007 aus wirtschaftlichen Gründen leider geschlossen werden musste.

Auch Pater Rufus Keller OP, der letzte Prior des Walberberger Dominikanerklosters, nahm an der Veranstaltung teil.

Bild25Bild 25
Walberberg zwischen den Weltkriegen
1920er bis 1930er Jahre
Nachbarschaft „Om Böischel“

Die Landwirtschaft war lange Zeit das prägende Element in Walberberg. Sei es bei den großen Fronhöfen oder im kleinen Hausgarten für die Selbstversorgung. Besonders in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen war die Arbeit auf dem Acker noch sehr beschwerlich, da es noch keine Maschinen zur Unterstützung gab und alles per Hand oder Haustierkraft bewerkstelligt werden musste.

Die Nachbarschaft „Om Böischel“ lässt diese Zeit mit entsprechender Kleidung und diversen landwirtschaftlichen Geräten wieder aufleben.

Kleine Notiz am Rande:
Alljährlich stellt die Nachbarschaft „Om Böischel“ ihren Maibaum auf. In diesem Jahr war dieser wohl so schön, dass ein Elsternpaar in diesem ein Nest gebaut hat. So wird uns dieser Maibaum noch ein paar Wochen länger erhalten bleiben.

Bild 26 entfällt!

Bild26Bild 27
165 Jahre
Chorvereinigung Walberberg
1847 bis heute
Chorvereinigung 1847/1924 Walberberg e.V.

Drei Jahrhunderte – Drei Chöre! Unter diesem Motto präsentiert sich die Chorvereinigung Walberberg in unserem Festumzug.
Die erste Teilgruppe stellt den Männer- Gesang-Verein von 1847 dar.
Die zweite Teilgruppe symbolisiert den Bild27Quartett-Verein Walberberg von 1924. 1945 wird durch den Zusammenschluss von MGV und Quartett-Verein die Chorvereinigung aus der Taufe gehoben.
2000 ist auch endlich ein Frauenchor dazugekommen. Die Chorvereinigung begeht in diesem Jahr ihren 165 Gründungstag.

 

 

 

Bild28Bild 28
St. Jodokus-Siedlung
1952 bis 1958
Nachbarschaft „St. Jodokus-Siedlung“

In der Nachkriegszeit herrschte allgemeine Wohnungsnot und so verwundert es nicht, dass viele Walberberger den Traum von den eigenen vier Wänden hatten.  Besonders dem unermüdlichen Einsatz von Dechant Hanrath war es zu verdanken, dass für ärmere Walberberger Familien und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten Siedlungsland oberhalb des Ehrenfriedhofs zur Verfügung stand. Soweit wie möglich bauten die Siedler gemeinsam ihre Häuser. In drei Bauabschnitten – von 1955 bis 1958 - wurden insgesamt 23 Häuser mit viel Eigenleistung und Engagement fertiggestellt.

Bild29Bild 29
Wie zu Adenauers Zeiten
1949 bis 1963
CDU-Ortsverband Walberberg

Im Juli 1945 verabschiedete die aus der katholischen Arbeiterbewegung und den Zentrumstraditionen hervorgegangene CDU die „Kölner Leitsätze“ als vorläufiges Programm nach mehrwöchigen Beratungen im Walberberger Dominikanerkloster, an denen auch Provinzial Laurentius Siemer und Pater Eberhard Welty, aber auch der evangelische Superintendent Hans Encke mitwirkten.

Bild30Bild 30
Walberberg hilft El Alto / La Paz (Bolivien)
1985 bis heute
Arbeitskreis Frieden – Entwicklung – Mission der Pfarrgemeinde St. Walburga

Seit mehr als 25 Jahren unterstützt Walberberg Projekte in der Diözese El Alto in Bolivien, wo Bischof Jesús Juárez arbeitet.
Mit dabei ist die bolivianische Tanzgruppe des Vereins "Bonn - La Paz“

Bild31Bild 31
10 Jahre
Städt. Kindergarten „Sonnenblume“
2002 bis heute
Städtischer Kindergarten Walberberg „Sonnenblume“

Die Kinder des Kindergartens „Sonnenblume“ feiern den 10. Geburtstag ihres Kindergartens und präsentieren sich im Festumzug mit ihren Geburtstagskronen.

 

Bild32Bild 32
Walberberg und die Landwirtschaft
1950er und 1960er Jahre
IG Oldtimer-Schlepper-Freunde-Walberberg

Unter dem Motto: „Kartoffel- und Heuernte“ präsentiert die 2007 gegründete Interessensgemeinschaft Oldtimer- Schlepper-Freunde-Walberberg diverse Pflüge, Kartoffelroder, Mähwerke und Heuwender sowie viele kleinere landwirtschaftliche Gerätschaften.

Nach der Oldtimerschau am Pfingstsonntag, die die Schlepperfreunde nun bereits im 4. Jahr organisieren, vermitteln sie uns hier einen tollen Einblick in die landwirtschaftliche Technik der 1950er/1960er Jahre.

Hier finden Sie einen detaillierten Überblick über den Historischen Festumzug in Walberberg anlässlich der 1050-Jahr- Feier.

Die nachfolgenden Bilder stammen überwiegend von Thomas Schwarz.

 

Sollten auch Sie noch Bilder bzw. Video-/ Filmaufnahmen vom Festumzug haben, so wären wir Ihnen dank- bar, wenn Sie uns diese zur Verfügung stellen würden.

Herzlichen Dank!

Ihr
Heribert W. Keßler

abschluss_200

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Walberberg 2012
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Von Berge nach Walberberg

Daten zum Festumzug
Aufstellung: 13:30 bis 14:30 Uhr
Start / Ende ca.: 14:30 Uhr / ca. 16:30 Uhr

angemeldete Teilnehmer: 862
Bilder: 27
Musikgruppen: 5

Landrat Frithjof Kühn, als Schirmherr der 1050-Jahr-Feier, Bürgermeister Wolfgang Henseler und unser Ortsvorsteher Engelbert Wirtz wünschen allen Teilnehmern und Gästen unvergessliche Stunden.

ZUGFOLGE

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Percussion-Gruppe
Sambastico Bornheim
Leiter: Roswitha Petry-Lehn


 

 

 

 

Tafel - Festumzug - 00webBild 0
Eröffnungsbild
Walberberg setzt ein Zeichen

Trotz seiner reichen Geschichte hat Walberberg bisher kein eigenes Ortswappen. Die 1050-Jahr-Feier könnte dazu genutzt werden, unserem Ort ein Zeichen zu geben. Dieser Vorschlag zeigt auf der linken Seite den goldenen Adler auf rotem Grund Wappen derer von Saffenberg und auf der rechten Seite das kurkölnische Kreuz in schwarz auf silbernen Grund. Im goldenen Herzschild vor grünem Berg, die hl. Walburga als Namensgeberin. Weitere Vorschläge sind erwünscht, damit unser geschichtsträchtiger Ort bald auch ein eigenes Wappen hat.

Bild1Bild 1
Erstbesiedlung in der Steinzeit
von rd. 5500 Jahren
ca. 3.500 v. Chr.
dpsg Deutsche Pfadfinder Sankt Georg - Stamm St. Walburga

Auch wenn wir nicht wissen, wer genau diese Menschen waren, so hinterließen sie doch zahlreiche Gebrauchsgegenstände, die von der frühen Besiedlung unserer näheren Umgebung zeugen. Schon in der Jungsteinzeit (3500-2000v.Chr.) wurde der Mensch in unserer Gegend sesshaft. Steinbeile und bandkeramische Scherben belegen diese frühe Besiedlung Walberbergs. Auf den Schildern sehen sie einige dieser Fundstücke aus der Zeit der Erstbesiedlung, die im Walberberg Heimatmuseum zu bestaunen sind.

DSCF3916_ausschnittBild 2
Die Römer siedeln auf
Walberberger Boden
1. bis 4. Jh. n. Chr.
FLAVII e.V. (Details finden Sie hier ...Weiter zu  Internetseite von FLAVII..)

Bau der römischen Wasserleitung vom „Grünen Pütz“ bei Nettersheim nach Köln. Auf dieser 95,4 km langen Strecke durchzieht der Römerkanal Walberberg über eine Länge von rd. 2 km. Der Kontrollweg des Römerkanals wurde zur Hauptstraße Walberbergs, der Rennsjaß. Neuesten Funden nach hatten sich zu dieser Zeit bereits Römer hier niedergelassen. Bisher sind mindestens vier römische Landsitze, die sog. „villa rustica“, in Walberberg bekannt.

Die Gruppe Flavii beschäftigt sich mit der möglichst genauen Darstellung römischer-provinzialer Lebenswelten aus Zivil- und Militärleben. Als Wissensvermittler und um die römische Geschichte „hautnah“ zu erleben. Der Verein hat seinen lokalen Schwerpunkt im Raum Köln-Bonn-Solingen und Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet.

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Die Franken entdecken
das Walberberger Land
5. bis 9. Jh. n. Chr.
nahkauf Walberberg

Der Einbruch des als Franken bezeichneten Stammesbundes rechtsrheinisch beheimateter Völkerschaften um die Wende des vierten und in der ersten Hälfte des fünften Jahrhunderts beendete die Vorherrschaft der Römer in unserem Gebiet. Die Franken übernahmen aufgegebene Höfe und siedelten wohl friedlich mit den in der Region verbliebenen Römern.

 

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Musikschule Bornheim
Leitung: Mary Schirilla und Ruth Metzner

 

 

 

 

 

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Das Töpferhandwerk in Walberberg
7. bis 14. Jh. n. Chr.
Töpfergruppe um Rosemarie Rielke

Schon für das 7. Jahrhundert ist in Walberberg ein reges Töpfereigewerbe nachgewiesen, dessen Anfänge wohl bis in die Römerzeit zurückreichen. Die Töpfer wohnten schwerpunktmäßig in der Eulerhütte, an der Rheindorfer Burg, westlich der Oberstraße („am Pannebäcker") sowie an Limburgergasse (frühere Bezeichnung: „Ielepützjass"), Buschgasse und Flammgasse. Die hergestellte Ware fand in der ganzen Region und weit darüber hinaus bis nach Skandinavien ihre Abnehmer, bis die Konkurrenten aus dem Pingsdorfer und später Frechener sowie Siegburger Gebiet bessere Produkte erzeugten und die Töpferei in Walberberg zurückdrängten.

Bild6Bild 6
Die Ersterwähnung Walberbergs
25. Dezember 962
Hans Grugel für den Förderkreis Historisches Walberberg eV
Er verkörpert den Erzbischof Bruno I. von Sachsen, dem Aussteller der Ersterwähnungsurkunde.

Im Jahre 962 hatte der Kölner Erzbischofs Bruno in einer Urkunde u.a. zwei Hufen in »Berge« an das Stift der heiligen Caecilia in Köln vermacht. Dies ist die bisher älteste bekannte urkundliche Erwähnung Walberbergs.

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Die Gräfin Alveradis mit Gefolge
11. Jahrhundert
Margret Grugel und Ingeborg Krämer für den Förderkreis Historisches Walberberg eV

Über die Gräfin Alveradis ist leider nur wenig bekannt. Zwischen 1079 und 1089 soll sie die Kirche zu Walberberg zu ihrer Grabkirche bestimmt haben, wo sie bereits ihren Vater und ihren Sohn hatte beisetzen lassen. Rund 80 Jahre später wird hier aufgrund der Schenkung der Gräfin ein Klerikerkonvent eingerichtet.


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Berech und die hl. Walburga
um 1060 bis heute
Kath. Pfarrgemeinde St. Walburga

Mit Übertragung der Reliquien der heiligen Walburga durch den Kölner Erzbischof Anno II. um 1060 nach Berge oder „Berech“, wie die Walberberger ihren Ort noch heute nennen, entwickelt sich das kleine Vorgebirgsdorf zum Wallfahrtsort. Daraufhin wandelt sich auch der Ortsname von berge über „Berg der hl. Walburga“ bis zum heutigen Walberberg.

 

Bild8aDie Silberbüste der hl. Walburga begleiten Messdiener der Pfarrei St. Walburga.
Pfarrer Matthias Genster trägt in dieser Gruppe ein Priestergewand aus der Zeit Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts.

 

 


 

Bild8bDie Trägergilde “Harmonie Sint Walburga” aus Amby (NL).

 

 

 

 


 

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Die Zisterzienserinnen im
Kloster Walberberg
1197 bis 1447
Kirchenchor St. Cäcilia an St. Walburga

Erzbischof Adolf von Altena löste den Walberberger Mönchskonvent auf und führte dort gleichzeitig Zisterziensernonnen aus Hoven bei Zülpich in Walberberg ein. In der Gründungsurkunde taucht erstmalig die deutsche Bezeichnung „Walburgisberge“ auf.
Die selige Margarete war die erste Äbtissin des Walberberger Zisterzienserinnenklosters, die vermutlich über 27 Jahre, bis zu ihrem Tode, das Kloster leitete.
Heinrich von Berge, der wohl berühmteste Sohn Walberbergs, wird nach dem Tode von Gevard von Heisterbach zum Abt von Heisterbach.

Bild10Bild 10
Musikkapelle
Harmonie Sint Walburga aus Amby (NL)
Leitung: Sander Hendrix

Aus der Partnergemeinde Amby bei Maastricht in den Niederlanden reiste auch das sechzigköpfige Orchester, das „Muziekkorps Harmonie Sint Walburga“ an, das heute Mittag an der Kirche bereits zu einem Platzkonzert eingeladen hatte und jetzt anlässlich des Ortsjubiläums die kirchlichen Gruppen der Pfarrgemeinde St. Walburga im historischen Festumzug begleitet. Walberberg fühlt sich geehrt und wir schicken einen herzlichen Gruß in die Niederlande. Hartelijke dank en welcomely in Walberberg.

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Die Rheindorfer Burg im Mittelalter
12. bis 15. Jahrhundert
Kath. Kindertagesstätte St. Walburga

Der älteste Teil der Rheindorfer Burg, der Sockel des Turms, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Lange Zeit residierten hier die Verwalter der Grafen von Saffenberg, dem auch die Burg am Hexenturm gehörte. 1683 wurde die Burg samt Ländereien an die Jesuiten verkauft. Um die Burg ranken sich viele Mythen und Sagen. So soll hier einst ein Werwolf gefangen gehalten worden sein und in stürmischen Nächten Geister durch den Himmel reiten.

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Die Pest
Der „scharze“ Tod in Walberberg
1665 bis 1669
Freundeskreis um Peter und Rosemarie Nonn

Ein schauriges Bild, aber leider auch in Walberberg bittere Realität. Laut Aufzeichnungen trat in den Jahren 1665 bis 1669 die Pest auch in Walberberg auf und forderte unzählige Opfer.
Im Sommer 1665 kam die Pest zuletzt von Holland her rheinaufwärts ins Köln-Bonner-Land und wütete bis 1668/69 auch in Walberberg. Die Pest verschonte kein Haus, kein Gehöft und keine Burg. Die Sterbeglocke am Kirchturm soll fast jeden Tag erklungen sein. 1703 berichtete Pastor Wilhelm Heinians, dass unser Dorf nach den Pestausbrüchen nur noch 400 Einwohner hatte. Somit raffte die Pest seinerzeit fast jeden 3. Einwohner dahin.
Mit diesem Bild von Pestopfern und Pestarzt zeigt der Freundeskreis um Rosemarie und Peter Nonn die Schrecken der damaligen Zeit auf.

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Musikkapelle
Rotbach-Krainer aus Erftstadt
Leitung: Michael Krebs

 

 

 


 

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Die erste „öffentliche“ Schule
in Walberberg
1689 bis heute
Kinder der Thomas-von-Quentel-Schule mit ihren Eltern und Lehrern

Die Anfänge der Schule in Walberberg gehen auf Thomas von Quentel zurück. Der Kanonikus erwarb 1682 die Kitzburg in Walberberg von den Erben des Franz Egon von Fürstenberg, Fürstbischof von Straßburg.

Bild14a1689 stiftete er ein Haus, 700 Reichstalern und diverse Naturalrenten. Der empfangende Priester war verpflichtet, neben kirchlichen Verpflichtungen auch Schule zu halten. Der Unterricht war für arme Kinder frei, während besser gestellte eine angemessene Vergütung zahlen mussten.

Die Kinder der Thomas-von-Quentel-Schule stellen mit ihren Eltern und Lehrern drei geschichtliche Abschnitte aus der langen Schulgeschichte Walberbergs.
Die erste Gruppe stellt das aktuelle Bild der Schülerschaft dar.
Bild14bDie zweite Gruppe trägt Kleidung aus der Zeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die dritte Gruppe verkörpert die Zeit um die Gründung der ersten „öffentlichen“ Schule in Walberberg, ca. 17. / Anfang 18. Jahrhundert.

 

 


 

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Walberberg und das Rokoko
1730 bis 1775
SSV Spiel- und Sportverein Walberberg 1930 e.V. / Gymnastik

Hier treffen zwei Welten aufeinander. Hier das arbeitsreiche, harte Landleben und wenige Kilometer entfernt das höfische Treiben in Brühl. Das Rokoko brachte eine Verfeinerung des gesamten höfischen Lebens mit sich und so wagte sicherlich die eine oder andere Walberbergerin einen Blick auf die Gepflogenheiten am Hofe und die Kleidung der Adeligen.

Die Abteilung Gymnastik im SSV besteht seit 30 Jahren und nimmt regelmäßig beim Karneval und an Festumzügen im Ort teil. Sie gestatten uns einen Blick über den Landwehrgraben auf die Brühler Mode aus dem Rokoko. Die Leiterin der Abteilung Gymnastik ist Maria Kamps.

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Die Fußpilger nach Kevelaer
Mitte des 18. Jh. bis heute
Kevelaerbruderschaft Walberberg

Die ältesten Zeugnisse über Gruppierungen in Walberberg stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sämtliche Vereinigungen waren damals kirchenbezogen und verfolgten religiöse Zwecke, wie bsw. die Marienbruderschaft von 1646, die Bruderschaft von der Todesangst Jesu von 1695 oder die Walburgis-Bruderschaft von 1772.
Eine dieser Traditionsbruderschaften in Walberberger ist die Kevelaer-Bruderschaft. Seit 1769 wird die Kevelaer-Wallfahrt jedes Jahr durchgeführt und so wird Anfang September die 243. Kevelaer-Fußwallfahrt von Walberberg aus in den Marienwallfahrtsort am linken unteren Niederrhein begangen.
Das Themenbild vermittelt einen Eindruck von der Jubiläumsprozession aus dem Jahr 1894. Das mitgeführte rote Schild mit dem Hinweis auf das 125jahrige Jubiläum hängt - im Original um einiges kleiner - in der Kerzenkapelle in Kevelaer.

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Der Weinanbau in Walberberg
von den Römern bis 1850
Mitarbeiter und Helfer der Kleiderstube Walberberg

Der Weinanbau in Walberberg hatte bis 1850 eine große Bedeutung. Wahrscheinlich wurden die ersten Reben von den hier ansässigen römischen Landgutbesitzern angepflanzt. Die erste urkundliche Erwähnung eines Weinberges in Walberberg ist aus dem Jahre 1118. Neben alten Flurbezeichnungen sind nur noch die Limburg und ein Tonfässchen von 1731, das nun im Heimatmuseum zu besichtigen ist, Hinweise auf die Jahrhunderte währende Weinbautradition in Walberberg.

Die Damen der Kleiderstube der kath. Kirchengemeinde Walberberg mit den Initiatorinnen Hannelore Feith und Roswitha Schlösser sowie mit Freunden der Gruppe. Die Kleiderstube besteht in diesem Jahr bereits seit 30 Jahren und unterstützt mit ihren Spenden soziale Einrichtungen. Die tollen Requisiten für dieses Weinbau-Bild wurden freundlicherweise von der Weinhandlung Antwerpen aus Hersel für unseren Festumzug zur Verfügung gestellt.

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Walberberg und der Hexenturm
1858
Nachbarschaft „Krekelshött“

Der Hexenturm war in Walberberg lange Zeit ein Stein des Anstoßes. Das ging soweit, dass Pfarrer Adolph Löhr den Turm zum Abriss kaufte. Er wollte mit den Steinen die Kirchhofsmauer erneuern. Zum Glück erfuhr der damalige Landrat Carl von Sandt davon und veranlasste, dass der preußische König Friedlich Wilhelm IV. unseren Turm kaufte und somit vor dem sicheren Abriss bewahrte.

Die Nachbarschaft „Krekelshött“ hat dieses fast 4 Meter hohe Modell des Hexenturmes geschaffen. Außerdem tragen in der Gruppe zwei Damen die Original-Ausgehkleidung Ihrer Ururgroßmütter, wie sie auch schon zur Mitte des vorletzten Jahrhunderts getragen wurden.
Die Bezeichnung „Krekelshött“ setzt sich übrigens aus zwei historischen Wortteilen zusammen. Zum einen aus „Hött“, wie man früher eine Hüte- bzw. Wehrgemeinschaft nannte und zum anderen aus dem Namen für den ehemaligen Hof Krawinkel bzw. „Krekel“ - wie er im Volksmund hieß -, der rund 200 m östlich der Kitzburg lag.
Heute besteht die Nachbarschaft aus den Bewohnern der Häuser Anfang Walberberger Str./ Anfang Franz-von-Kempis-Weg/Anfang Hauptstr. Dieser Nachbarschaft haben sich aber auch (bereits seit ein paar Jahren) Familien aus den Neubaugebieten "An der Bonnstr." und "Klütschpfad" angeschlossen.

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Bild18aWalberberg und Preußen
in der Kaiserzeit

1871-1918
Dr. h.c. Hans Josef Rothkamp und Gattin aus Hürth

Die Kaiserzeit bricht an und die preußische Autorität wird vielerorts durch den Dorfgendarm mit Uniform und Pickelhaube repräsentiert. So auch in Walberberg.


 

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140 Jahre Kyffhäuser-Kameradschaft
1872 bis heute
Kyffhäuserkameradschaft Walberberg 1872 e.V.

Die Kyffhäuser-Kameradschaft Walberberg wurde im Jahr 1872 gegründet und begeht in diesem Jahr somit ihren 140. Gründungstag. Ihre Grundsätze zur Gründung waren die Pflege der Kameradschaft in guten und in schlechten Zeiten sowie der Vorsatz, das kulturelle Geschehen in der Dorfgemeinschaft zu fördern.

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Tambourcorps
„Rheinperle“ Sechtem 1923 e.V.
Leitung: Wolfgang Hinsen

 

 

 


 

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Junggesellenverein „Freundschaftsbund“
1898 bis heute
Junggesellenverein „Freundschaftsbund“ 1898 Walberberg e.V.

In Walberberg gab es insgesamt vier Junggesellenvereine, die in der Zeit zwischen 1898 und 1919 gegründet wurden. Nach dem II. Weltkrieg war diese Tradition zum Erliegen gekommen, die Anfang der 1990er Jahre – nach gut 40 Jahren - von dem Junggesellenverein „Freundschaft“ wieder aufgenommen wurde. Seit dem hat Walberberg wieder ein Maipaar. Im Festjahr 2012 regieren das Maipaar Tobias Schönenberg und Katharina Guttentag.

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110 Jahre Walberberger Feuerwehr
1902
Freiwillige Feuerwehr Bornheim - Löschgruppe Walberberg

In zeitgenössischen Paradeuniformen präsentiert sich hier die Walberberger Feuerwehr, um auf die Anfänge ihrer Geschichte hinzuweisen. Das Bild wird durch eine originale und immer noch funktionstüchtige handgezogene "Feuerwehrpumpe" aus dem Jahr 1890 abgerundet.

Bild22aEinen Sprung in die frühen 1970 Jahre vollzieht die Jugendfeuerwehr in historischen "Drillichen" aus dieser Zeit.
Aber auch die moderne Feuerwehr ist vertreten durch die Jugendfeuerwehr und einige aktive Kameraden in aktuellen Uniformen.

Die historischen Uniformen und die Pumpe sind Leihgaben der Freiwilligen Feuerwehr Obergartzem (Mechernich). Wir möchten an dieser Stelle dem Löschgruppenführer der FF Obergartzem Herrn Konrad Hamacher herzlich danken, der das Festumzugs-Vorhaben sofort unterstütze.

Und am Rande bemerkt:
Welche Feuerwehr kann schon von sich sagen, dass sie sogar in einem Lied besungen wurde. Niemand geringeres als das Kölner Quartett „De 4 Botze“ (bekanntestes Lied: „En d'r Kayjaß Nummere Null“ haben unserer Feuerwehr, die in diesem Jahr den 110. Gründungstag feiern kann, mit dem Stück „Die Walberberger Feuerwehr“ ein Denkmal gesetzt. Und auch die Walberberger wissen, was sie an ihrer Wehr haben. Beim Feuerwehrfest am 05. bis 07. Oktober sind wir dann sicher alle wieder dabei!

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Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft
1910 bis heute
Sankt Sebastianus-Schützenbruderschaft Walberberg 1910 e.V.

Es war einmal … eine Jahresversammlung des damaligen Kriegervereins im Jahr 1910. Sie war eine stürmische Angelegenheit. Angesehene Mitglieder des Vereins waren mit den Bemühungen desselben nicht einverstanden. Sie gründeten vor 102 Jahren eine Schützengesellschaft, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Walberberg.

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Die Dominikaner in Walberberg
1924 bis 2007
Freundeskreis um Hilde Breuer

1924 erwarben die Dominikaner die stark verfallene Rheindorfer Burg. Hier sollte das Studienhaus der deutschen Dominikaner entstehen. Acht Jahre nach Errichtung des Konventes konnte endlich im Jahre 1934 das „studium generale" eröffnet werden. Über 80 Jahre waren die Dominikaner in Walberberg präsent, bis das Haus Ende 2007 aus wirtschaftlichen Gründen leider geschlossen werden musste.

Auch Pater Rufus Keller OP, der letzte Prior des Walberberger Dominikanerklosters, nahm an der Veranstaltung teil.

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Walberberg zwischen den Weltkriegen
1920er bis 1930er Jahre
Nachbarschaft „Om Böischel“

Die Landwirtschaft war lange Zeit das prägende Element in Walberberg. Sei es bei den großen Fronhöfen oder im kleinen Hausgarten für die Selbstversorgung. Besonders in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen war die Arbeit auf dem Acker noch sehr beschwerlich, da es noch keine Maschinen zur Unterstützung gab und alles per Hand oder Haustierkraft bewerkstelligt werden musste.

Die Nachbarschaft „Om Böischel“ lässt diese Zeit mit entsprechender Kleidung und diversen landwirtschaftlichen Geräten wieder aufleben.

Kleine Notiz am Rande:
Alljährlich stellt die Nachbarschaft „Om Böischel“ ihren Maibaum auf. In diesem Jahr war dieser wohl so schön, dass ein Elsternpaar in diesem ein Nest gebaut hat. So wird uns dieser Maibaum noch ein paar Wochen länger erhalten bleiben.

Bild 26 entfällt!

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165 Jahre
Chorvereinigung Walberberg
1847 bis heute
Chorvereinigung 1847/1924 Walberberg e.V.

Drei Jahrhunderte – Drei Chöre! Unter diesem Motto präsentiert sich die Chorvereinigung Walberberg in unserem Festumzug.
Die erste Teilgruppe stellt den Männer- Gesang-Verein von 1847 dar.
Die zweite Teilgruppe symbolisiert den Bild27Quartett-Verein Walberberg von 1924. 1945 wird durch den Zusammenschluss von MGV und Quartett-Verein die Chorvereinigung aus der Taufe gehoben.
2000 ist auch endlich ein Frauenchor dazugekommen. Die Chorvereinigung begeht in diesem Jahr ihren 165 Gründungstag.

 

 

 

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St. Jodokus-Siedlung
1952 bis 1958
Nachbarschaft „St. Jodokus-Siedlung“

In der Nachkriegszeit herrschte allgemeine Wohnungsnot und so verwundert es nicht, dass viele Walberberger den Traum von den eigenen vier Wänden hatten.  Besonders dem unermüdlichen Einsatz von Dechant Hanrath war es zu verdanken, dass für ärmere Walberberger Familien und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten Siedlungsland oberhalb des Ehrenfriedhofs zur Verfügung stand. Soweit wie möglich bauten die Siedler gemeinsam ihre Häuser. In drei Bauabschnitten – von 1955 bis 1958 - wurden insgesamt 23 Häuser mit viel Eigenleistung und Engagement fertiggestellt.

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Wie zu Adenauers Zeiten
1949 bis 1963
CDU-Ortsverband Walberberg

Im Juli 1945 verabschiedete die aus der katholischen Arbeiterbewegung und den Zentrumstraditionen hervorgegangene CDU die „Kölner Leitsätze“ als vorläufiges Programm nach mehrwöchigen Beratungen im Walberberger Dominikanerkloster, an denen auch Provinzial Laurentius Siemer und Pater Eberhard Welty, aber auch der evangelische Superintendent Hans Encke mitwirkten.

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Walberberg hilft El Alto / La Paz (Bolivien)
1985 bis heute
Arbeitskreis Frieden – Entwicklung – Mission der Pfarrgemeinde St. Walburga

Seit mehr als 25 Jahren unterstützt Walberberg Projekte in der Diözese El Alto in Bolivien, wo Bischof Jesús Juárez arbeitet.
Mit dabei ist die bolivianische Tanzgruppe des Vereins "Bonn - La Paz“

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10 Jahre
Städt. Kindergarten „Sonnenblume“
2002 bis heute
Städtischer Kindergarten Walberberg „Sonnenblume“

Die Kinder des Kindergartens „Sonnenblume“ feiern den 10. Geburtstag ihres Kindergartens und präsentieren sich im Festumzug mit ihren Geburtstagskronen.

 

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Walberberg und die Landwirtschaft
1950er und 1960er Jahre
IG Oldtimer-Schlepper-Freunde-Walberberg

Unter dem Motto: „Kartoffel- und Heuernte“ präsentiert die 2007 gegründete Interessensgemeinschaft Oldtimer- Schlepper-Freunde-Walberberg diverse Pflüge, Kartoffelroder, Mähwerke und Heuwender sowie viele kleinere landwirtschaftliche Gerätschaften.

Nach der Oldtimerschau am Pfingstsonntag, die die Schlepperfreunde nun bereits im 4. Jahr organisieren, vermitteln sie uns hier einen tollen Einblick in die landwirtschaftliche Technik der 1950er/1960er Jahre.

Hier finden Sie einen detaillierten Überblick über den Historischen Festumzug in Walberberg anlässlich der 1050-Jahr- Feier.

Die nachfolgenden Bilder stammen überwiegend von Thomas Schwarz.

Achtung-Schild

Sollten auch Sie noch Bilder bzw. Video-/ Filmaufnahmen vom Festumzug haben, so wären wir Ihnen dank- bar, wenn Sie uns diese zur Verfügung stellen würden.

Herzlichen Dank!

Ihr
Heribert W. Keßler

Hier einige Bilder im Web:
Schaufenster Weiter zu externen Bilderalben ...
Kölner Stadtanzeiger Weiter zu externen Bilderalben ...
Festumzug bei Youtube Weiter zu externen Bilderalben ...

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