12.10.2025-po

Kleines Fachwerkhaus der Familie Schürheck

Bis Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts waren Fachwerkhäuser die gängige Bauart im Vorgebirge. Man benutzte die Baustoffe die örtlich gegeben waren: Holz, Lehm und Stroh. Die einfache Landbevölkerung baute Fachwerkhäuser.

Erst durch die Industrialisierung konnten mineralische Baustoffe rationeller produziert und transportiert werden. Die Massivbauweise, die als werthaltiger galt, verdrängte so nach und nach die herkömmliche Holzbauweise.

In Walberberg gibt und gab es mehrere größere und kleinere Fachwerkhöfe. Aber auch eine Vielzahl an relativ kleinen Fachwerkhäusern ohne großen Grundbesitz. Die schlichte Bauweise der kleinen Fachwerkhäuser spiegelt meist die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bewohner zur Bauzeit wider. So waren es oft Tagelöhner, Feld-, Wald- und Grubenarbeiter, Kleinbauern und einfache Handwerker die diese Häuser bewohnt. Es kam nicht selten vor, dass diese kleinen Fachwerkhäuser, von gerade einmal 50-60 m² Wohnfläche, von einer zehnköpfigen Familie bewohnt wurden.

Viele dieser einfachen Fachwerkhäuser sind im letzten Jahrhundert, insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren, verschwunden. Mit dieser Miniserie möchten wir an einige dieser Fachwerkhäuser erinnern. Vielleicht haben Sie ja auch noch Fotos von alten Walberberger Fachwerkhäusern, die Sie uns zum Einscannen zur Verfügung stellen könnten. Wir würden uns sehr freuen.

Auf dem heutigen Foto seht Ihr das kleine Fachwerkhäuschen der Familie Schürheck, Buschgasse 34 [bis 1968: Buschgasse 10]. Das Foto wurde Mitte der 1980er Jahre aufgenommen. Wie alt das Objekt war bzw. wann es erbaut wurde ist uns leider, wie bei so vielen alten Häuser, unbekannt. Im Zuge der Bebauung der nördlich der Buschgasse gelegenen Parzellen, wurde das Fachwerkhaus um 1988 abgerissen. Heute mündet hier der Cäsariusweg in die Buschgasse.

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